Über

Denise

Viele Wege führen nach Rom. Oder zu sich selbst. Und manche müssen erst ein paar mal auf die Fresse fallen um zu merken:

Das System ist nicht für jeden gemacht.
Also versuche ich es jetzt anders.

Ich bin Denise und hätte ich meinen eigenen Lebenslauf vorliegen, würde ich denken: „Wen will die denn verarschen?“. Außer einer abgebrochenen Ausbildung zur Chemikantin und einer abgeschlossenen zur Krankenpflegerin ist da nicht viel zu sehen, vor allem kein Berufskonzept.

Karriere als Aushilfe – ein paar Monate Kiosk, ein paar Monate Kneipe, das haut niemanden vom Hocker.

Und für das, was ich kann und wofür ich brenne, müsste ich studieren. Und problematischer noch: mich zuerst für eine Richtung entscheiden.

Ich habe versucht, meinen Platz zu finden. Wurde krank, hab mich neu erfunden. Ein paar mal und trotzdem: Nichts davon hat funktioniert. Und jedes Mal war die Ausgangslage beschissener als davor. Langzeitkrank, dann arbeitslos. Mehrmals.

Dabei möchte ich eigentlich. Ich habe viele Interessen – wahrscheinlich zu viele – und würde auch nicht sagen, dass ich nichts kann. Ich habe bloß kein offizielles Dokument, auf dem steht, dass ich viel über Psychologie und Ernährung weiß. Mich für Pflanzen und Tiere interessiere. Keinen Uni-Abschluss, der belegt, dass ich gut schreiben kann oder dass ich ne künstlerische Ader habe.

Und genau dafür gibt es Flut und Flaute

Ich kann nämlich nicht auf Abruf kreativ sein. So sehr ich es auch versuche.

„Dann setz dich halt dienstags von 12:30 bis 14:00 hin und mal was.“ Funktioniert nicht.

Was funktioniert: Es ist 3:50 Uhr nachts, mir geht’s beschissen, und ich muss jetzt sofort irgendwas mit Holz machen. Dann entsteht was. Nur lässt sich das dann schwer mit den meisten Jobs vereinbaren. Und wenn ich weiter mich selbst hintenan stelle, um einem System gerecht zu werden, das mich fallen lässt, sobald ich mich nicht auf den „Schema F-Weg“ einlasse, dann werde ich nie voran kommen.

Dazwischen liegen Wochen, in denen gar nichts passiert. Flaute.
Und dann kommt alles auf einmal. Flut.

Fast wie beim Arbeitsamt.

Ich brauche zwei Dinge: Ruhe und die Freiheit, genau dann anzufangen, wenn es mich packt – und so lange zu machen, wie ich eben brauche.

Hier zeige ich mit Liebe zum Detail, was ich mache und was mich begeistert – und dass es auch ein Vorteil sein kann, viele Dinge „ein bisschen“ zu können, statt in einer Sache richtig gut zu sein.

Wenn man so will, ist das hier gleichzeitig die Wiedergutmachung und die Alternative für meinen tabellarischen Lebenslauf, bei dem ich auf ganzer Länge verkackt habe, wenn man einen Recruiter fragt.


Was hier landet:

  • Blog – Texte über alles, was mich beschäftigt.
  • Bilder – Malerei, Fotografie, Holzarbeiten, Sprüche & Schilder.
  • Scratchy – meine Katze. Braucht keine weitere Rechtfertigung.

Schau dich gerne um und mach dir ein Bild.